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Problem Kanada

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      Also ich habe mich bei iST beworben und war bei den frühen. Wir hatten bei unserem Flug aber auch ein paar Leute, die sich erst kurzfristig beworben haben und das war kein Problem. Man wird dann vermutlich nur die ganzen Dokumente schneller ausfüllen müssen und fast jeden Tag mit irgendwelchen Briefen genervt werden, die man ansonsten über nicht 2, sondern 5 Monate verteilt, bekommen würde. Ich denke, es ist kein Problem, sich später zu bewerben.
      Uiui, "mal eben so vom Austauschjahr erzählen" ist ganz schön schwer, denn es gibt einfach so unendlich viele Dinge, die meine Zeit in Kanada zu einem unvergesslich schönen Erlebnis gemacht haben, das ich niemals vergessen werde.

      Da ich wirklich lange für meinen Traum gekämpft habe, konnte ich es kaum fassen, dass es endlich los ging. Geweint habe ich nur kurz, also ich mich von meinen Eltern verabschieden musste, aber sobald ich im Flieger war, wich die Traurigkeit sehr großer Vorfreude. Der Flug lief leider furchtbar kompliziert (bin zwei Wochen nach den Terroranschlägen in London, über Heathrow nach Vancouver geflogen), sodass ich, gemeinsam mit einigen anderen ATS, nach ewiger Warterei nach 30 Stunden endlich in Nanaimo, einem kleinen Hafenort auf Vancouver Island ankam. Ich hatte mir zuvor oft ausgemalt, wie das erste Aufeinandertreffen mit meiner Gastfamilie sein würde, doch da wir erst um Mitternacht Ortszeit ankamen, holte mich nur mein Gastpapa ab. Im Auto fehlten mir plötzlich vor lauter Müdigkeit und Erschöpfung jegliche Worte. Das erste was meine Gastmama tat, war mich ganz lange zu umarmen und mich aufzubauen. Damit war direkt das Eis gebrochen! :)

      Ab diesem Tag, haben wir eine Woche lang jeden Tag etwas unternommen, die Gegend erkundet, ich habe alles gezeigt&erklärt bekommen, wir waren einkaufen und schließlich hatte ich meinen Orientation Day. Somit verging die erste Woche quasi direkt im Flug, ohne dass ich auch nur eine Sekunde an Deutschland gedacht habe.
      Ich muss sagen, dass ich nebenbei so überwältigt war von Kanadas unglaublichen Schönheit, dass ich mich jeden Tag auf's Neue wie ein kleines Kind über den Blick aus meinem Fenster freute.
      Die Sicht auf das Meer, mit den Bergen im Hintergrund und den vielen grünen Wäldern...ich glaube ich habe mich bereits im Landeanflug in die Gegend verliebt. Ich könnte einfach stundenlang vorschwärmen wie sehr ich Vancouver und Vancouver Island liebe und wenn ich so erzähle, merke ich, wie sehr das Fernweh in mir wächst.

      In der ersten Schulwoche war ich damit beschäftigt, meine Klassenräume zu finden und mich nicht auf dem riesigen Schulgelände, das ein Schwimmbad, ein Baseball und ein Football Feld enthielt, zu verlaufen.
      Zum Glück kannte ich bereits eine Austauschschülerin vom Vorbereitungsseminar in Deutschland und einige andere aus Brasilien, Spanien und Frankreich lernte ich ebenfalls schnell kennen, sodass ich bereits vom ersten Tag an, nicht alleine da stand. Am Anfang tut es unheimlich gut, Leute zu haben, die das Gleiche erleben wie man selbst, man sollte jedoch schauen, dass man auch unter den Deutschen Englisch spricht (was zu meinem Erstaunen echt gut geklappt hat) um sich nicht selbst auszuschließen.

      Das Schulsystem in B.C. unterscheidet sich vom deutschen insofern, dass man pro Semester nur 4 Fächer hat. Jedes Fach dauert 1 1/2 Stunden und entspricht also einer Doppelstunde. Da ich keinerlei Vorgaben von meiner deutschen Schule hatte, habe ich mich neben Englisch und French Immersion (dem Französischunterricht für "Fortgeschrittene") auch für Photography und Yearbook entschieden. Letzteres war quasi soetwas wie Journalismus und nebenbei hat man das Jahrbuch der Schule erstellt, wodurch man immer informiert war, was so passiert und bei allen Events dabei war.

      Der richtig feste Anschluss zu den Kanadiern hat etwa ein bis zwei Monate gedauert. In den ersten Wochen ist man total interessant und alle wollen sich mit einem verabreden. Das ist extrem cool und man fühlt sich sehr beliebt, allerdings wenden sie sich irgendwann wieder ab und gehen zurück in ihre Cliquen. Die festen Freundschaften dauern etwas und entstehen sowieso nur langsam. Erst nach der Hälfte meiner Zeit dort haben wir auch privat richtig viel unternommen und man schließt einige Personen sehr fest ins Herz. Umso härter ist es, wenn man dann wieder gehen muss und nicht wirklich weiß, wann man wiederkommt.
      Ansonsten habe ich tatsächlich viel Zeit mit anderen Austauschschülern (unter anderem auch eine Freundin aus Grönland) verbracht. Dadurch, dass fremde Nationen dabei waren, war man gezwungen Englisch zu reden. Die Kanadier selbst arbeiten hauptsächlich am Wochenende, sodass wenig Zeit für größere Aktionen bleibt, deswegen habe ich die meisten Ausflüge in die Umgebung mit anderen ATS gemacht. Mit den Mädels ging es regelmäßig in die Großstadt Vancouver oder Victoria zum Shoppen, wir waren Skifahren, sind quer durch Vancouver Island gereist, waren beim Eishockey...etc. Vancouver gehört nicht umsonst zu den Städten mit der meisten Lebensqualität. Eine amerikanische Großstadt, gemixt mit einer sehr naturverbundenen Lage...Einfach traumhaft! Victoria ist die Hauptstadt von B.C. und hat ein eher britisches Flair.

      Ich habe wirklich viel unternommen, auch wenn die Schule (insbesondere Französisch) manchmal etwas darunter gelitten hat. Aber nachholen musste ich den Stoff in Deutschland so oder so.

      Mit meiner Gastmummy habe ich mich fast jeden Abend vorm Kamin unterhalten und von meinem Tag, von meinen Erfahrungen und meinem Leben in Deutschland erzählt, wodurch sich mein Englisch schnell verbessert hat. Während mir anfangs lange Gespräche noch schwer fielen, merkte ich nach zwei bis drei Monaten, wie ich langen Unterhaltungen problemlos folgen konnte und sogar auf Englisch gedacht&geträumt habe. Mein Gastdad hat mir viel über das Land, die Kultur und die Gegend erklärt. Die Beiden sind mir so sehr ans Herz gewachsen, dass sie mir heute noch manchmal schrecklich fehlen. Gastgeschwister hatte ich keine, was allerdings eine sehr interessante Erfahrung war, da ich hier zwei kleinere Geschwister habe. Dafür hatte ich viele Gastcousinen und cousins, die alle nur ein paar Jahre älter waren als ich und mit denen jeder Geburtstag großartig war.

      Halloween, Thanksgiving und Weihnachten gehören natürlich zu den absoluten Highlights.
      Allerdings habe ich genauso den Alltag geliebt und jeden Augenblick meines Aufenthalts genossen. ich muss gestehen, dass ich kaum eine Minute Heimweh hatte, da ich wusste, dass meine Zeit beschränkt ist.
      Ich habe den Traum vom Auslandsjahr tatsächlich leben dürfen.

      Umso härter ist mir die Rückkehr nach Deutschland gefallen! Die ersten Monate in der deutschen Heimat waren für mich grausam, da ich mein Kanada mehr vermisst habe als alles andere.
      1 1/2 Jahre später bin ich übrigens noch einmal zurückgeflogen und habe meine Familie und meine Freunde dort besucht. Als mein Flieger in Vancouver gelandet ist, war es ein bisschen so, als würde ich nach Hause kommen und es ist großartig zu sehen, wie viele Leute auch nach über einem Jahr, mich wieder herzlich empfangen haben.

      Wie ich bereits erzählt habe, ist es vorallem die Mentalität der Kanadier, die mich so fasziniert. Man löst alles mit einer Leichtigkeit, die ich von uns deutschen so nicht kenne. Außerdem sind die Kanadier unheimlich gastfreundlich, offen, tolerant und bodenständig.

      Ich liebe dieses Land und werde auch zukünftig immer wieder gerne zurückkommen.



      -> Falls es euch interessiert, sind hier meine Liveberichte:
      Canada-B.C.-Nanaimo
      Beautiful B.C., Canada 2006-2007 and July 2008
      Wow! genau so hab ich mir das vorgestellt :)
      mir kamen schon die tränen, als ich das gelesen habe, weil das, was du erlebt hast einfach so schön ist und ich das auch erleben möchte.
      ich hoffe echt, dass es klappt und dass das auch mit der neuen schule geregelt wird, weil ich jetzt erst mal warten muss, bis sich der koordinator erkundigt und es kann ja sein, dass er mit der nachricht kommt, dass sie das mit dem übergang in die E1 nicht machen wollen oder so, obwohl das ja eigentlich die einzige möglichkeit ist, noch ein auslandsjahr zu machen. aber bei mir haben sich immer irgendwelche ausreden und gründe ergeben, wieso es nicht klappen kann und das hat mich echt sehr traurig gemacht, weil ich von niemanden unterstützung bekommen hab und alle, sogar die lehrer meinten, ich müsste das selbst regelen. und ursprünglich wollte ich ja bei meiner großtante wohnen und hab mich auch echt darauf verlassen, aber sie selbst ist zu alt und ziemlich krank, um mich aufzunehmen und ihre kinder haben entweder viele kinder und genug arbeit mit denen, oder die wollen auch keine kinder haben und das fand ich echt besonders traurig, weil eine ihrer töchter weder mann noch kinder hat und alleine lebt und mich doch dann aufnehmen könnte, ich meine das wäre doch bestimmt keine last geworden, ich wäre ihr schon nicht besoffen im haus rumgetorkelt, extra um sie zu ärgern :D aber naja, es hat halt nicht geklappt und die haben mir dann auch zu spät bescheid gesagt. außerdem wollten die bei denen in winnipeg in den schulen nachfragen, ob sich gastältern zur verfügung stellen würden, aber es kam keine antwort und ein gespräch nach kanada war zu teuer, um jedes mal deswegen nachzufragen. dann war es halt zu spät mit dem austauschjahr und ich kam in dieser zeit ja sowieso erst in die gänge mit dem verbessern in der schule und da war das irgendwie wirklich unpassend.
      es war auch abgemacht, dass wir dieses jahr im sommer nach kanada für 3 wochen fliegen würden, um einfach urlaub zu machen, aber meine eltern haben mir alles verdorben, weil sie behauptet haben, dass wir da eh nur im haus von meiner tante sitzen und nichts von kanada sehen würden.
      ich meine, wir haben da viel verwandtschaft und wir könnten dann ja auch mal angeln gehen oder ein wenig reisen, aber da waren die strikt dagegen und naja, 3 wochen, ob sich das lohnt?!
      auf jeden fall hab ich dann versucht mich damit abzufinden, dass ein auslandsjahr halt einfach nicht klappt.
      ich konnte es aber nicht. ich habs echt versucht und manchmal habe ich aus selbst gesagt, okay, wenns nicht klappt, dann ist das eben so, man kann im leben halt nicht alles haben. aber wenn ich dann gehört habe, dass schüler von anderen schulen ein auslandsjahr machen, kam schon sone gewisse traurigkeit in mir hoch, weil das ja mein traum war und als ich dann noch mitbekommen habe, dass ein mädchen ausgerechnet nach kanada gegangen ist, bin ich vor neid geplatzt.
      unc wenn ich dann die ganzen typischen amerikanischen filme gesehen habe, die sich über die schüler und die high school gedreht haben, hab ich mir einfach nur gewünscht, ich wäre dabei.
      ich finde das deutsche schulsystem einfach nur langweilig und naja, deutsch eben.
      ich will halt mal was anderes machen und nicht immer das selbe wie jeder andere auch. ich bin zwar echt froh darüber, nächstes jahr auf ein gymnasium gehen zu dürfen, aber man muss doch mal ausprobieren, wie es in anderen ländern ist und mir gefällt gerade nun mal kanada! das kann ich auch nicht ändern und ein so schönes land wie kanada ist nun mal teuer. schade, aber ist so.
      ich kann einfach nicht von diesem traum loslassen, weil ich schon immer auf eine high school gehen, diese typischen abschlussbälle erleben, den schülern auf den riesen sportplätzen beim football zu sehen und mir das essen reinziehen wollte.
      ich weiß nicht, wie ich das erklären soll. aber auf jeden fall will ich das und ich will es so sehr, dass ich sogar in kauf nehmen würde, mein restliches leben verschuldet zu sein :D. ich hab mir auch immer vorgestellt, dass ich mich so prächtig mit der familie verstehe, dass die mich dann immer wieder einladen, dass ich für die wirklich ein richtiges familienmitglied werde und ich vielleicht sogar eine schwester in meinem alter haben werde und vielleicht werde ich da feststellen, was richtige freundschaft ist, vielleicht sind die leute ja wirklich so anders als hier.


      ich kann nur 6 monate wenn schon nach kanada gehen, weil 10 monate über 14.000 kosten würden und das könnte ich mir auch in 10 jahren nicht leisten.
      auf jeden fall ist meine sorge jetzt, was ist wenn ich keine gastfamilie bekomme? ist das wirklich so, dass ich die bewerbung abschicke und mir die familien einfach zugestellt werden? und was ist, wenn die meine bewerbung nicht annehmen, weil die schon voll sind, oder ich zu spät dran bin, obwohl da steht bis 8 wochen vorher kann man sich bewerben?
      und julia, wie lange warst du denn in kanada und weißt du noch wie viel das gekostet hat?


      danke für die lange und tolle antwort :) :) :) :)
      Deine Gedanken, Sorgen und Ängste kommen mir so wahnsinnig bekannt vor.
      Ich stand damals auch völlig alleine da, mit meinem Traum! Es kam weder Unterstützung von meinen Eltern noch von meinen Freunden und selbst die Lehrer haben sich nicht wirklich darum gekümmert, abgesehen von einem Englisch Lehrer, der mir für die Bewerbung ein Beurteilungsschreiben aufgesetzt hat, das zum Glück sehr positiv war.
      Das hat mich auch noch einmal richtig angespornt. Meine Eltern wollten es nicht wegen des Geldes und natürlich auch, weil ich die Älteste von 3 Kindern bin und eben als erste das Haus verlassen wollte. Aber irgendwie wusste ich im tiefsten Inneren, dass ich meinen Traum irgendwann verwirklichen werde. Wenn ich etwas will, dann ziehe ich das auch durch. Meine Eltern haben das zum Glück irgendwann eingesehen und dann ging alles ganz schnell, wobei ich meinen Vertrag schon im Oktober unterschrieben habe und erst im August darauf das Jahr geflogen bin.

      Glaub daran, dass du es schaffst und nerve deine Eltern täglich damit! Allerdings kann ich dir raten, nicht zu lange zu warten, da du schon mehr als 8 Wochen für den ganzen formellen Krams brauchst.
      Alleine das Visum braucht 6 Wochen, der Reisepass um die 4 Wochen....

      Wenn man dir Steine in den Weg legen möchte, schafft man das auch, aber genauso einfach kann man sie auch wieder beseitigen und dass deine Eltern meinen, du würdest nur im Haus deiner Tante rumsitzen halte ich für eine ganz schlechte Aussage.
      3 Wochen lohnen sich als Urlaub, für das richtige Austauschfeeling wäre das zu wenig Zeit, aber dann kämst du immerhin trotzdem nach Kanada! :)

      Die High School ist tatsächlich so, wie man es sich vorstellt. School Spirit, wo man nur hinschaut, jeder trägt Klamotten mit dem Wappen&den Farben der Schule, morgens werden Durchsagen gemacht, zu den Wettkämpfen wird die Nationalhymne gesungen und es gibt Mottotage wie z.B. Pyjama-Day.

      Es ist wirklich toll, das alles kennenlernen zu dürfen und der Unterricht dort man sehr viel Spaß. Was das Bildungsniveau angeht, liegt Deutschland allerdings vor Kanada.

      und mir das essen reinziehen wollte.
      Bei dem Kommentar musste ich etwas lachen, denn Essen spielt in Kanada eine ganz große Rolle. Da es dort keine typischen Cafés wie in Deutschland gibt, trifft man sich eben im Food Court der Mall, bei Starbucks oder Tim Hortons (der kanadischen Version von Starbucks-günstig und vieeel besser; Dort gibt es Muffins, Cookies, Donuts...). Und wie du siehst, überall lauern die gemeinen Kalorientierchen. Ich habe es mir nicht nehmen lassen und habe alles probiert. Meine Gastmama hat wirklich sehr gesund gekocht, aber zum Nachtisch gab es immer irgendeinen Muffin, Apple pie etc. Tja und dann kommen auf die schlanken Figur in 5 Monaten plötzlich 8 Kilos. In Kanada war das kein Problem, in Deutschland wurde ordentlich gelästert. Die Kilos verschwinden aber genauso schnell, wie sie gekommen sind. ;)

      Man lernt während seiner Zeit im Ausland übrigens tatsächlich was echte Freundschaft ist. Nur die wahren Freunde sind während und nach dem Auslandsjahr genauso für einen da wie vorher. Das tut unheimlich gut! Von den kanadischen Freunden bleiben eben auch nur wenig richtig feste Freundschaften bestehen, aber lieber wenig Echte als viele Falsche.

      JAAA! Du bekommst deine Gastfamilie wirklich ganz von selbst!!!
      Das organisiert alles deine Austauschorganisation! Das darfst du mir ruhig glauben! :) Ruf doch einfach mal eine Orga an und lass dir etwas über das Programm erzählen. Das machen die gerne. Hatte anfangs Probleme damit, habe sie irgendwann regelrecht terrorisiert, wenn ich irgendwelche Fragen hatte.
      Wie aufwendig wäre es denn, wenn sich die 8000 Schüler, die jedes Jahr Deutschland verlassen, selbst eine Familie im Ausland suchen müssten. Dafür gibt es Organisationen, die dir das erleichtern!!!
      Du bekommst, nach dem die deutschen Formalitäten erledigt sind, eine "application" deiner kanadischen Organisation zu geschickt. Dort kannst du angeben, ob du Nichtraucher bevorzugst, Tiere duldest und wie du es mit der Religion siehst. Ich konnte sogar angeben, ob ich Gastgeschwister haben möchte. Habe "ja" angegeben und bin bei einem alleinstehenden Paar gelandet. Das war aber auch kein Problem, ganz im Gegenteil. Es kann echt schön sein, so verwöhnt zu werden. ;) Man muss eben offen sein, für Neues!

      Es kann sein, dass du abgelehnt wirst, wenn du dich zu knapp vorher bewirbst, deswegen würde ich es zeitig in die Wege leiten. Aber selbst wenn es so knapp wird, versuchen kannst du es trotzdem. Denk immer daran: Die Organisation ist ein Dienstleister, der für seine Leistungen bezahlt werden möchte (ich studiere BWL, by the way). :)

      Ich war 5 Monate in Kanada (August 2006-Februar 2007) und habe an die Orga etwa 8500 Euro bezahlt. Obendrauf kamen noch einmal etwa 1000 Euro Taschengeld. Man möchte schließlich Ausflüge machen und einiges erleben..das kosten nun einmal Geld.
      Aber man muss ja nicht gerade auf Kanadas teuersten Einkaufsmeile shoppen gehen. ;)

      Ich drücke dir ganz ganz fest die Daumen!!!

      Übrigens lief auch bei meinem unglaublichen Glück mit der Gastfamilie nicht alles glatt: 4 Wochen vor Ende meiner Auslandszeit habe ich mir beim Skifahren das Knie angeknackst und war 2 Wochen außer Gefecht gesetzt...Es war also nicht alles nur Sonnenschein.
      Beautiful B.C., Canada 2006-2007 and July 2008
      auch wenn ich mich wiederhole, dass was du mir hier alles schreibst, gibt mir echt wahnsinnig viel mut!
      morgen hab ich ein gespräch mit dem koordinator und der sagt mir dann, wie das alles abläuft über die neue schule und ich hoffe, nur gutes zu hören.
      also das das alles klappt und dann werde ich mich am wochenende mit meinen eltern zusammen setzen und die bewerbung ausfüllen.
      ich wusste halt nur nicht, welche schule ich angeben soll, meine jetzige oder die von der das auslandsjahr läuft?!
      und da musste man auch eine sprachnote und einen sprachlehrer eingeben, ich nehme an, mein englischlehrerin. aber sicher war ich nicht und ich kann ja nicht einfach den namen eintragen, ohne das sie was davon weiß.
      und wegen dem essen: für mich ist das echt gar kein problem fettiges essen zu essen. ich lieeeeebe es :D ich esse so viel ungesundes und nicht viel deutsches ( das kommt daher, dass meine eltern in russland geboren wurden und da gelebt haben also wir sind russlandsdeutsche :D) und das essen ist einfach nur fettig, viel teig und fleisch und halt einfach sättigend. und trotzdem bin ich nicht übergewichtig! ein wunder :D
      ich liebe es neues essen auszuprobieren, ich esse zwar nicht alles, aber ich kann mir schon vorstellen, wie das kanadische essen ist!

      und außerdem hab ich noch angst, dass ich mich bewerbe und dann kommt das irgendwie ganz anders, also dass wir noch mehr bezahlen müssen, was ja auch so sein wird, weil wir noch ne versicherung abschließen müssen, visagekosten, ausflugskosten, taschengeld etc.
      das wird noch ne menge werden.

      und naja, worauf ich mich ganz besondern freue, sind diese irre coolen spinte.
      wir haben zwar auch welche in der schule, die sind aber mini klein und man muss dafür bezahlen und außerdem ist mein spint in dem klassenraum und ich kann da nicht immer dran, weil der meistens abgeschlossen ist, wenn wir da keinen unterricht haben.
      vielleicht gibt es da auch diese zickigen cheerleader, die ich ganz witzig finde, wie sie sich über gesunde nägel und alles drum und dran streiten (wie in den filmen) :D
      auf jeden fall glaube ich, dass wird die schönste zeit meines lebens werden und ich freu mich schon darauf, wenn ich mich über eine cam mit meinen freunden und meiner familie unterhalte :)

      wenn das wieder mal nicht klappen sollte, wäre das mehr als bekloppt.
      ich weiß nicht, ob du das gefühl auch hattest bzw es kennst, dass du dich so fühlst, als würdest du dahin gehören, obwohl du da noch nicht mal warst (also vor deinem auslandsjahr) und dich so richtig danach sehnst. so fühle ich mich tagtäglich und manchmal, wenn ich in der schule bin, denke ich mir oft: wieso kann ich nicht einfach da sein und auf eine high school gehen? :D
      weil das bei uns echt schlimm ist mit dem rassismus und allem. wir haben sehr viele muslime und die meisten sind total dominant und echt fies. für die sind deutsche eine art ''dreck''. also wortwörtlich. manchmal regt man sich echt darüber auf, weil die sich hier richtig breit und uns dazu noch schlecht machen, aber im grunde ist das einfach nur lächerlich :D und ich hab halt einfach die hoffnung, dass es in kanada nicht so ist und dass es niemanden interessiert, aus welchem land man kommt und alle miteinander egal ob türken, kanadier oder italiener klar kommen, weil davon hab ich echt die schnauze gestrichen voll..
      Ich beneide ich gerade, Julia! Ich hätte auch gerne eine Woche gehabt, in der ich alles mögliche anschauen konnte und noch keine Schule hatte. Ich bin am Montagabend angekommen und war todmüde, musste aber am Dienstagmorgen schon um acht in der Schule sein und hatte Unterricht. Jetzt, nach zwei Wochen, war ich immehin schon mal im Skigebiet und in zwei Supermärkten. Aber morgen fahren wir mit meiner Outdoor Education Class nach Tofino, wo wir zelten, wandern und in heiße Quellen gehen (und Lachs und Marshmallows grillen). Ich freue mich schon riesig!

      Meine Gastfamilie hatte am Anfang nicht so viel Zeit für mich... und immer noch nicht viel. Meine Gasteltern arbeiten beide und meine beiden kleinen Gastschwestern haben auch ein ziemliches Programm, zu dem sie immer gefahren werden müssen. Aber trotzdem sind sie unheimlich lieb und ich unterhalte mich gerne mit meiner Gastmutter abends (sie ist echt nett und mag genau das gleiche Essen wie ich und mag auch genau das gleiche Essen nicht, was ich nicht mag :)). Ganz am Anfang war hier alles neu und anders und es war zwar schön, aber ich habe meine Eltern schomn vermisst. Das tue ich immer noch, aber langsam fühle ich mich hier heimisch. In einen Alltag reingekommen bin ich schon länger.

      Ich bin nur 5 Monate in Kanada und brauchte gar kein Visum! Wir haben nömlich von iST gesagt bekommen, dass man bis zu 6 Monate ohne Visum da sein kann... und das bin ich ja auch... Hm.

      Vom High School Spirit selbst habe ich noch gar nicht so viel mitbekommen... Ehrlich. Aber ich habe mir letztens ein Ticket für die Fashion Show der Zwölftklässler gekauft, die demnächst ist. Mal sehen...
      Es freut mich zu hören, dass ich dir etwas Mut geben kann, deinen Traum durchzuziehen, Ella! :)

      Ohne dieses Forum hätte ich wahrscheinlich auch viel zu früh aufgegeben. Wie ist das Gespräch mit dem Koordinator gelaufen? Ich würde es genauso angeben wie es ist. Momentan: Schule sowieso und ab Juli 2012: Schule..Als Sprachlehrer kannst du noch deine aktuelle Englischlehrerin angebe. Eventuell muss sie dir ein Empfehlungsschreiben formulieren und sie kennt dich nun einmal besser als deine zukünftige Lehrerin.

      Kurz zum kanadischen Essen: Kanada ist ein Land, das für seine Multikulturalität steht. Das merkt man auch im Essen. Es ist sehr vielseitig, einerseits gibt es amerikanische Einschläge aber häufig auch europäische Vielfalt. Natürlich ist das auch noch mal regionenabhängig. An der Küste gab es sehr viel Fisch und Meerestiere, aber mein Gastpapa ist auch jagen gegangen und hat mal Elch- oder Rehfleisch mitgebracht. Da ichgerne Fisch und Fleisch esse, gab es für mich nichts größeres als frisch gefangenen Lachs (und damit meine ich WIRKLICH frisch) oder ein saftiges Steak. Du musst nicht alles essen, solltest aber zumindest neue Dinge probieren. Beim ersten Einkauf im Supermarkt, durfte ich mir meine Lieblingsprodukte aussuchen und konnte immer etwas auf die Shopping list schreiben, was ich haben wollte. Dafür bekommt die Gastfam ja auch einen kleinen Anteil pro Monat gezahlt (das its aber im Preis inbegriffen).

      Auf den Grundpreis der Orga solltest du für 5 Monate ca. 1000-1500 Euro drauf rechnen. Damit kommst du locker aus. Wie gesagt, du musst eben schauen, dass du das Shopping etwas im Rahmen hälst und das Geld hauptsächlich für Aktivitäten ausgibst, dann kann man auch recht sparsam leben. Meine Gastfam hat z.B. im Restaurant immer für mich mitgezahlt, nur wenn ich alleine weg war, habe ich Geld ausgegeben.

      Das mit den "Cheerleader Chicks" ist übrigens tatsächlich so wie im Fil. Zwar gab es an meiner Schule kein Cheerleading, dafür aber das "Dance team" in dem die hübschsten Mädels der Schule waren, die auch als Einzigen die "Football guys" gedated haben. :D Das war teilweise echt amüsant! Anfangs war ich nämlich auch im "Dance team", bis mir das Gezicke zu doof geworden ist. Nebenbei fand das Training um 6 Uhr morgens, vor dem Unterricht, statt. :huh:

      Die locker sind wirklich praktisch! Die Kanadier bekleben die Dinger wie ein Poesiealbum und zum Geburtstag kleben die Freunde den Locker mit Geschenkpapier, Bändern und Luftballons zu. Das fand ich echt eine schöne Sache, das sollte es hier auch mal geben, denn somit wusste jeder, dass man Geburtstag hat und man wurde von allen beglückwünscht.

      Richtig! Rassismus gibt es in Kanada nicht, zumindest nicht, dass ich es erlebt hätte. Ein bisschen muss ich das jedoch einschränken, denn es gibt die Natives, also die Eingeborenen, die in Kanada zwar eigene Rechte haben, jedoch nach wie vor vernachlässigt werden. Häufig verdienen sie wenig Geld, was an einer schlechten Ausbildung liegt und die Armut ist sehr groß. Allerdings ist es nicht so, dass man sie in irgendeiner Weise beschimpft, so wie es hier teilweise vorkommt.

      Mit der deutschen Geschichte wird man leider manchmal auch konfrontiert. Am Remembrance Day (im November) gedenkt man den Kanadiern, die in den beiden Weltkriegen gefallen sind. An diesem Tag wurde in der Sporthalle ein Dokumentarfilm gezeigt, auf dem eindeutig wir Deutschen als schuldig dargestellt wurden. Man bekommt automatisch ein ziemlich mieses Gefühl, auch wenn man damit ja eigentlich nichts zu tun hat.

      Und ob es die Zeit meines Lebens war kann ich gar nicht sagen. Dafür liegt noch viel zu viel vor mir! Aber es war auf jeden Fall ein sehr großartiges Erlebnis, was mein zukünftiges Leben und meinen Charakter sehr prägt.

      Yummi, das mit der Woche war zum Glück so von meiner deutschen Orga geplant. Hier in Deutschland war zu diesem Zeitpunkt schon 2 Wochen Schule. Hätte zwar eigentlich nicht hingehen müssen, man wird ja beurlaubt, bin aber trotzdem noch hingegangen um meine Freunde zu sehen und schon einmal mitzubekommen, was mich erwartet, wenn ich zurückkomme. Natürlich hat man da ganz andere Gedanken und die Tage vor dem Abflug waren alles andere als schön. Zwar habe ich mich im Vorfeld riesig gefreut, aber je näher es rückt, desto größer werden auch die Ängste, ob alles klappt.

      Oh mein Gott, Tofino! Wie toll! Die Landschaft ist ein Traum!!! Schaut euch auch mal Uecluelet an! Lachs&Marshmallows grillen ist so kanadisch, kanadischer geht's fast gar nicht mehr. ;) In welchem Ort lebst du denn?

      Stimmt, das mit dem Visum, war bei mir damals noch anders. Ich musste mir eins besorgen, weiß aber, dass das irgendwann umgestellt wurde. Hatte ich ganz vergessen.

      Versuche nicht so viel an zu Hause zu denken und genieße die Zeit! Versuche möglichst viel zu unternehmen und triff dich mit Leuten. Es ist alles eine Frage, was man aus der Zeit macht. Sogar den Alltag muss man als besonders ansehen und man sollte sich selbst über die kleinen DInge freuen können, zum Beispiel über einen Locker. ;)

      School Spirit war bei uns echt groß, aber das kommt auch immer etwas auf die Schule an. Meine Schule war die älteste im Ort und die Schüler waren stolz darauf, deswegen hat man eben auch den Namen der Schule auf allen möglichen Kleidungsstücken gezeigt. So stark wie im "High School Musical" war es allerdings nicht, dafür muss man wohl in die USA. :)

      Hach, das macht Spaß zu berichten und es ist schön, die Erfahrungen wieder etwas aufleben zu lassen. Leider gerät viel zu viel in Vergessenheit und meine Familie/Freunde verdrehen sofort die Augen, wenn ich "schon wieder" von Kanada erzähle. ;)
      Beautiful B.C., Canada 2006-2007 and July 2008
      der koordinator hatte keine zeit, weil bei uns die prüfungen stattgefunden haben und ich bin seit gestern übertrieben krank. hab ne infenktion :(
      ich muss auf nächste woche warten und dann meine prüfung nachholen.

      ich hoffe echt, dass es alles so ist, wie du es berichtest. besser kann ichs mir gar nicht vorstellen.
      Oh gute Besserung! :D

      Also ich würde mir am besten so wenig konkrete vorstellungen wie möglich machen sonst bist du am Ende enttäuscht,wenn es nicht so ist!
      Weil es wird garantiert nicht genauso sein wie bei Julia! Anderes,auf deine Art und das heißt nicht besser oder schlechter

      Jedes ATJ ist einzigartig schon allein wegen dem Schüler und der Familie also lass es auf dich zukommen und genieß es so wie es wird!
      Weil so wie du dich drauf freust wird es bestimmt super! :)
      liebe Grüße
      Hannah
      :sun: Costa Rica, te amo! :sun: Malt mir was! Mein Blog
      Hi, hier bin ich wieder, zurück aus Tofino! Tofino ist echt klasse, auch wenn das zelten im Februar doch etwas nass war und ein Zelt weggeflogen ist. Wir haben eine Bootstour zu den Hot Springs gemacht und sind im Regenwald gewandert, abends gab es ein Lagerfeuer (einmal auch Lachs :)) mit Marshmallows und Schokokeksen, außerdem hatte einer seine Gitarre dabei und wir haben immer gesungen. Es war echt klasse und eine super Erfahrung!

      Ich selbst lebe gerade in Kelowna und gehe auf die Okanagan Mission Secondary School.

      Und ich versuche ja, mich zu verabreden, aber es geht nicht gut... Mal sehen. Durch Outdoor Ed habe ich jetzt ein paar Leute etwas besser kennen gelernt, vielleicht kann ich da was machen.